Melatonin: Der Schlüssel zu Ihrem Schlaf.
Bei Melatonin handelt es sich um ein Schlafhormon, welches auf natürliche Art und Weise von der Zirbeldrüse des Gehirns (Epiphyse) und der Netzhaut produziert wird. Es tritt in der gleichen Molekülform bei ganz unterschiedlichen Organismen wie Tieren, Pflanzen, Insekten und Bakterien auf. Melatonin ist an diversen physiologischen Funktionen beteiligt, beispielsweise Schläfrigkeit, Schlaf-Wach-Rhythmus, circadianem Rhythmus, Regulierung des Blutdrucks und Aktivität des Immunsystems. Die Sekretion von Melatonin wird tagsüber inhibiert und nachts stimuliert. Die Erhaltung dieser Resynchronisation übt einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit aus.
In den 60er Jahren stand Melatonin ganz besonders im Mittelpunkt des Interesses der amerikanischen Armee, um hinter die Geheimnisse der Hibernation im Weltraum zu kommen. Kurz danach fand eine Reihe von wissenschaftlichen Forschungen heraus, dass es positive Eigenschaften in Bezug auf die Gesundheit besitzt. Die wohltuenden Wirkungen des Melatonins als Antioxidans, Antidepressivum oder Mittel gegen Schlafstörungen sind heutzutage bekannt.
Untersuchungen aus dem Jahre 2005 mit Personen, welche unter Schlaflosigkeit leiden, suggerieren, dass die Melatonin-Einnahme die Übergangszeit zwischen dem Erwachen und dem Schlaf reduziert und damit die Qualität sowie die Schlafdauer erhöht (1). Neue Studien geben Anlass zur Vermutung, dass bei Kindern mit Schlafstörungen die Einnahme von Melatonin wirksam ist (2). Darüber hinaus scheint Melatonin fähig zu sein, um einige Unruhen des Schlaf-Wach-Zyklus (Sundown-Syndrom) zu lindern, welche mit der Alzheimer-Krankheit zusammenhängen (3).
Zahlreiche klinische Versuche aus dem Jahre 2002 sind zu dem Schluss gekommen, dass Melatonin die Auswirkungen des Jetlags senkt und daher für Reisende sowie Piloten von Fluggesellschaften nützlich sein könnte (4).
Laut Forschern des CNRS, Pasteur-Instituts von Lille und Imperial College London besteht eine Korrelation zwischen der Melatoninproduktion und dem Diabetes Typ 2. Ohne Melatonin verursachen die Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus Hyperglykämie (erhöhter Glukosespiegel) und erhöhen das Risiko für Diabetes (5). Diese Verschiebung der Rhythmen löst ebenfalls eine anormale Insulinproduktion aus und ist mit Fettleibigkeit verbunden.
Zellstudien mit Tieren und Menschen haben gezeigt, dass Melatonin erhebliche Anti-Krebs-Eigenschaften besitzt. Es kann verschiedene Typen von Tumorzellen zerstören oder deren Wachstumsrate reduzieren.
Die spektakulären Ergebnisse aus der Zeitschrift PLoS ONE vom 15. Juni 2009 suggerieren, dass Melatonin die Alterungseffekte bremsen kann. Innerhalb des Arago-Labors (CNRS / Universität Pierre et Marie Curie) haben die Wissenschaftler festgestellt, dass eine Supplementation aus Melatonin das Auftreten der ersten Anzeichen der Alterung eines kleinen Nachtsäugetiers (Hausspitzmaus) um 25 % mindert (6).
Die Melatoninproduktion kann durch ein zu spätes Schlafengehen, Stresssituationen, unregelmäßige Schlafzeiten sowie elektromagnetische Wellen (künstliche Beleuchtung, Antennenrelais, Mikrowellen, Hochspannungsleitungen, Handys, usw.) gestört werden. Herzkranke Personen weisen einen niedrigen Melatoninspiegel auf; es bleibt offen, ob es sich um eine Ursache oder eine Folge handelt. Die therapeutischen Eigenschaften des Melatonins sind sehr wichtig, da alle unsere Funktionen (z.B. Immun-, Herz-Kreislauf-System, usw.) zeitlich organisiert sind und zahlreiche Störungen aus einer Desynchronisation der biologischen Rhythmen resultieren. Dies trifft vor allem während des Alterungsprozesses auf.
Um jegliche Kontaminationsmöglichkeit durch Extrakte der tierischen Zirbeldrüsen zu vermeiden, wurde unsere Supplementation aus Melatonin zu 100 % im Labor synthetisiert. Laut unterschiedlichen Studien liefern zahlreiche Pflanzen (Kudzu, Mutterkraut, Johanniskraut) und vor allem Nüsse (7) eine wesentliche Menge an Melatonin.
Literatur:
1. Brzezinski A, Vangel MG, et al. Effects of exogenous melatonin on sleep: a meta-analysis. Sleep Med Rev. 2005 Feb; 9(1):41-50.
2. James E. Jan, Roger D. Freeman et Diane K. Fast. Melatonin treatment of sleep-wake cycle disorders in children and adolescents, Developmental Medicine & Child Neurology, Vol. 41, 1999, pp. 491-500.
3. Wu Y.H. et al., The human pineal gland and melatonin in aging and Alzheimer disease, J. Pineal Res., 2004 Dec 21 (online pub date).
4. Herxheimer A. et al., Melatonin for the prevention and treatment of jet lag, Cochrane Database Syst. Rev., 2002, (2): CD001520.
5. Bouatia-Naji N. et al., A variant near MTNR1B is associated with increased fasting plasma glucose levels and type 2 diabetes risks, Nature Genetics, 2008.
6. Elodie Magnanou, Joël Attia, Roger Fons, Gilles Boeuf, Jack Falcon. The timing of the shrew: continuous treatment with melatonin maintains youthful rhythmic activity in aging Crocidura russula, PLoS ONE, 15 June 2009.
7. Reiter RJ, Manchester LC, Tan DX. Melatonin in walnuts: Influence on levels of melatonin and total antioxidant capacity of blood, J. Nutrition, 2005 Sep; 21(9):920
Gegenanzeigen: Schwangere, Kinder und Jugendliche.
Unter ärztlicher Aufsicht: Patienten mit Diabetes, Alzheimer-Krankheit, Krebs und Epilepsie.
Warnung: Aufgrund des Risikos von Schläfrigkeit führen Sie bitte keine Fahrzeuge.
Anwendung:
• Bei Schlaflosigkeit: Nehmen Sie 1 Tablette (ca. 3 mg) 30 Minuten bis eine Stunde vor dem Schlafengehen ein
• Bei Jetlag: 1 bis 2 Tabletten (ca. 3 bis 6 mg) vor dem Schlafengehen
Sie müssen die Tablette unter der Zunge zergehen lassen.
Verpackungseinheit:
3 mg - 3 x 60 Tabletten
Melatonin 3 mg. Zusatz: Dicalciumphosphat, Schellack, Povidon, Carboxymethylcellulosen. Rieselhilfen: Magnesiumstearat, kolloidales Siliciumdioxid.
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